Während Entspannungstechniken meist auf einen bestimmten Bereich (Körper, Gedanken, Gefühle) abzielen, gehen Techniken der Achtsamkeitsmeditation durch alle drei Ebenen im Menschen – den physischen Körper, die Gedankenwelt und die Gefühlswelt – auf einen vierten zu, der uns meist unbewusst ist: in die Welt des Selbst, des innersten Kerns. Dieser Bereich kann auch als Innere Quelle verstanden werden, aus der wir Kraft und Ruhe schöpfen, sie ist jenseits von Gedanken und Konzepten zu finden.

Achtsamkeitsmeditation entspannt somit alle Ebenen.

Im Achtsamkeitstraining wird allen vier Ebenen gleiche Aufmerksamkeit geschenkt. Aktive Achtsamkeitsmeditationen beispielsweise beginnen mit der Entspannung des physischen Körpers, erlauben ein Wahrnehmen und Annehmen von Gefühlen und Gedanken und gelangen dann in einer stillen Phase zur Entspannung im innersten Kern.

Da Entspannungstechniken das grundlegende Leben der Menschen nicht berühren, sind die erzielten Entspannungszustände meist nicht von großer Dauer. Dagegen wirkt Achtsamkeitstraining nachhaltig und dauerhaft. Hier wird der Mensch selbst in seinem Innersten angesprochen in Handlung zu gehen, bewusst eine Verwandlung zu bewirken. Dort wo die Wurzel des Übels liegt, in den alten Konditionierungen und dort wo auch wahre Veränderung und Heilung möglich sind: im Kontakt mit seiner ursprünglichen Lebendigkeit und innersten Kraftquelle ausgerichtet auf die konkrete Umsetzung im Alltag.